Adventsimpuls 16. Dezember 2024

Was für ein besonderer Moment war das gestern in Klanxbüll. Es dunkelte schon, da bewegte sich auf einmal ein stattlicher Zug durch die Straßen vom Charlottenhof Richtung Toft: Einige Pferde mit Reiterinnen, wunderschön mit Lichtern geschmückt, und auch die Reiterinnen trugen Lichtkränze im Haar. Im Seniorenhof warteten schon die Bewohnerinnen und Bewohner gespannt auf diesen Zug, der zielstrebig zu ihnen steuerte. Daniela Petersen vom Agathenhof erzählte dann von der heiligen Lucia, von ihrem Mut, mit dem sie für Verfolgte da war und ihnen heimlich im Dunkeln Essen gebracht hat, und weil sie in den Händen die Körbe mit Essbarem trug, aber zugleich den Weg sich ausleuchten musste, trug sie einen Lichterkranz auf dem Kopf. Und so sei es ein guter Brauch, wenn wir im Advent einander etwas Licht brächten. Dann erklang noch das Lucialied: „Schwer liegt die Finsternis auf unsern Gassen. Lang hat das Sonnenlicht uns schon verlassen. Kerzenglanz strömt durchs Haus, sie treibt das Dunkel aus: Santa Lucia. Santa Lucia!“ Der Zug machte noch eine zweite Station beim alten Feuerwehrhaus, wo sich die Dorfgemeinde gerade zum Winterpunschen traf. Auch da hielten die Reiterinnen an, erzählten noch einmal die Geschichte von Lucia, bevor sie dann wieder Richtung Agathenhof zogen.  Etwas Lichterglanz, etwas Stimmungsvolles, etwas Hoffnung, das auch, ließen sie da. Es war eine wunderschöne Idee an das in Schweden wie in Italien gleichermaßen verbreitete Brauchtum um die heilige Lucia anzuknüpfen und ihr mutiges, selbstloses Handeln in Erinnerung zu bringen. Und irgendjemand sagte voller Staunen: Was es hier in Klanxbüll und Umgebung alles für wunderschöne Traditionen gebe! - Bleibt behütet!