15. Tag der Passionszeit, 19. März 2025
Was für einen hellen Mond haben wir in diesen Nächten! Langsam nimmt er wieder ab, der Vollmond. In zwei Tagen ist Frühlingsanfang, und Vollmond ist ganz frisch vorbei, das bedeutet: Ostern liegt in diesem Jahr so spät wie selten! Denn Ostern fällt immer auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang. Sprich: erst kommt der 21. März, und wenn dann Vollmond kommt, ist am folgenden Sonntag Ostern. Deshalb kann Ostern mal schon am 22. März sein und manchmal eben auch erst im vorgerückten April. Der Frühjahrsanfang wurde einst von kirchlicher Seite auf den 21. März festgelegt. Meterologisch spricht man vom Frühlingsanfang, wenn Tag und Nacht genau gleich lang sind. Und auch dies variiert jedes Jahr etwas, kann auf den 19. oder auch auf den 22. März fallen. In diesem Jahr ist die Tages-und Nachtgleiche genau am 20. März um 10:01. Um diese Uhrzeit wandert der Zenitstand der Sonne von der Südhalbkugel auf die Nordhalbkugel. Ach, so genau erklären kann ich das jetzt auch nicht, fragt nicht nach. Halten wir einfach fest: Weil der erste Frühjahrsvollmond dieses Jahr auf einen Sonntag fällt, auf den 13. April, ist am 20. April, also erst so spät, Ostern. Und das also hat noch etwas Zeit. Aber wie schön, wenn es so klare Nächte sind wie jetzt gerade, wenn Vollmond ist – dann ist die Nacht schon nicht mehr so dunkel. Und das kann uns jetzt schon an Ostern erinnern und an die damit verbundene Gewissheit, dass Jesus auch die Nacht des Todes durchschreitet um uns neu Licht und Hoffnung zu bringen. Meine liebste Strophe von Der Mond ist aufgegangen ist übrigens die: „Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn.“ Aber was wäre unser Leben ohne all die Dinge, die wir gerade nicht sehen und die doch real sind? Bleibt behütet!