Adventsimpuls am 4. Dezember 2025

Wie hat es denn ausgerechnet die Schutzpatronin der Bergleute auf ein Altarbild in einer unserer Kirchen geschafft? – Aber sie ist ja noch viel mehr. Auf jeden Fall eine der vierzehn Nothelfer. Ein Beispiel für standhaften Glauben in schwieriger Zeit. Und weniger Kirsch-, aber auf jeden Fall Apfelbäume gibt es hier ja reichlich, die ihr heute nicht vergessen solltet zu beschneiden. Also wenigstens ein paar Äste abzuschneiden. Wenn ihr sie dann daheim in eine Vase stellt, sollen sie an Weihnachten blühen! - Die Heilige Barbara soll im Jahr 306 als Martyrerin gestorben sein – zur Zeit des römischen Kaisers Galerius Valerius Maximinus, der als ein besonders grausamer Christenverfolger in die Geschichtsbücher einging. Aber auch Barbaras Vater muss ein fanatischer Christenhasser gewesen sein, so fanatisch, dass er seine eigene Tochter zunächst in einen Turm sperren ließ und später eigenhändig tötete, nur weil sie Christin war. Aufgewachsen soll Barbara im heutigen Izmir sein, ihre Eltern sehr wohlhabend, sie selber wunderschön, und viele junge Männer hielten um ihre Hand an. Aber sie wollte von keinem etwas wissen, hielt sich stattdessen ständig bei den Christen im Untergrund auf, hörte die Geschichten von Jesus. Daraufhin sperrte ihr Vater Dioscurus sie in einen Turm. Aber durch Hauslehrer, die sie unterrichten sollten, erfuhr sie noch mehr über den christlichen Glauben und ließ sich dann sogar heimlich taufen. Die Baumeister des Turmes wies sie, als ihr Vater auf einer Geschäftsreise war, an ein drittes Fenster zu den zwei Turmfenstern in das Mauerwerk zu brechen. Als ihr Vater nach seiner Rückkehr sie nach dem Grund für ein drittes Fenster befragte, erzählte sie ihm von dem Glauben an den dreieinigen Gott. – Sie wurde wegen Hochverrat zum Tode verurteilt – und als sie ins Gefängnis überführt wurde, soll sich in ihrem Gewand ein Kirschbaumzweig verfangen haben, den sie sich in ihrem Gefängnis in ein Glas mit Wasser stellte. Am Tag ihrer Enthauptung – das soll  der 4. Dezember gewesen sein – habe dieser Zweig geblüht, so erzählt es die Legende. – Unsere Barbara auf dem mittelalterlichen Altar in Klanxbüll ist nicht mit Turm, sondern mit Kelch in der Hand dargestellt. Der Kelch soll daran erinnern, dass sie sich im Turm heimlich hat taufen lassen – oder auch daran, dass nach einer späteren Überlieferung ein Engel ihr vor dem Tod noch das Abendmahl als Sterbesakrament gereicht haben soll. Auf alle Fälle erinnert Barbara an die vielen Menschen, die auch heute noch weltweit verfolgt werden, nur weil sie sich zum christlichen Glauben bekennen. An den Mut, den es im Glauben braucht, für eigene Überzeugungen einzustehen. Und an die Kraft, die Glauben gibt, auch in schweren Zeiten nicht aufzustecken. – Also, verwahrt eure Barbarazweige gut in der Vase, und ich freue mich auf Fotos blühender Barbarazweige an Weihnachten! Und vor allem: lasst euch selber nie die Hoffnung nehmen! Von Phil Bosmans stammt der Spruch: „Ein Herz voller Hoffnung lässt andere aufblühen.“