Adventsimpuls am 15. Dezember 2025

Sie gehörten zu den  innovativsten Erfindungen in der coronagebeutelten Weihnachtszeit – die Trecker-Lichterumzüge in unseren Ortschaften. Mit ganz viel Liebe und Kreativität wurden die Trecker weihnachtlich geschmückt, mit Lichterketten behängt, der Weihnachtsmann fuhr auch mit. In unserer flachen Gegend konnte man von manchen Stellen aus die Trecker schon von weitem kommen sehen. Vor dem Haus in Gruppen zusammenstehen war verboten, aber familienweise an der Tür stehen, winken oder ein vom Weihnachtsmann zugeworfenes kleines Geschenk auffangen – das war erlaubt. Und alle, fast alle, hingen an den Fenstern, standen an den Türen, es gab ja sonst keine großen Veranstaltungen in der Adventszeit, weil ja alles mehr oder weniger verboten war. Aber dieser Umzug eben, der war coronakonform und möglich und erlaubt! Kinderaugen leuchteten in jener Zeit, in der so viele schöne Vergnügungen ausfallen mussten. Und man sah mal wieder die Nachbarn und konnte ihnen etwas zurufen und sich gemeinsam an diesem Umzug erfreuen. Ja, er brachte Licht in der coronabedingt ganz besonders dunklen Zeit und ließ Herzen wieder höher schlagen.
Sie sind geblieben, diese Umzüge. Längst darf man wieder in Gruppen auf dem Bürgersteig zusammenstehen, mit den Nachbarn schnacken, dem Weihnachtsmann die Hand schütteln. Und mancher, so wie ich am Freitag, verpasst auch schon mal diesen Lichterumzug (fast), weil mittlerweile die Terminkalender in der Adventszeit durch so viele Angebote und Veranstaltungen wieder prall gefüllt sind. Aber nach der Seniorenadventsfeier in Klanxbüll und einem Besuch bei der Weihnachtsfeier der Kita Neukirchen schaffte ich es doch noch rechtzeitig nach Hause zu kommen, bevor der Lichterkonvoi für Emmelsbüll-Horsbüll auf dem Rückweg ein zweites Mal durch die Dorfstraße und am Pastorat vorbei kam. Und es war so schön den Treckern zuzusehen, die mit langsamem Tempo auf der Dorfstraße entlangzogen...
Einen großen Dank an alle, die in diesem Jahr an solchen Lichterkonvois beteiligt sind – ihr bringt damit so viel Licht, Hoffnung, Wärme in die Herzen der Zuschauenden! Danke für euren Einsatz, die Zeit, die ihr erübrigt, um die Fahrzeuge so schön herzurichten und an der Fahrt teilzunehmen. Wir brauchen keinen Coca-Cola-Weihnachtstruck, wir haben euch! Wenn Jesus von sich sagt: „ich bin das Licht der Welt“, da habe ich jetzt auch wieder die Lichter vom Treckerumzug vor Augen und merke, wie kostbar und wichtig Licht ist gerade in dieser dunklen Jahreszeit!
Die letzte volle Adventswoche auf Weihnachten hin hat begonnen. Ab nächsten Montag beginnen die Tage langsam wieder länger zu werden! Das Licht siegt! – Bleibt behütet!