Eine ganz schön selbstbestimmte Frau ist sie gewesen in Zeiten, wo das alles andere als selbstverständlich war. Gegen den Willen der Eltern entschied sie sich selber für den Glauben, dem sie angehören wollte. Hielt sie ihr Christentum zunächst vor ihren Eltern verborgen, konnte sie schließlich ihre Mutter selber zu diesem Glauben bringen, als dieser durch die Gebete ihrer Tochter Heilung von einer schweren Krankheit widerfuhr. Die junge Frau selber war es, die ihr Verlöbnis mit einem Mann löste, weil sie in Wirklichkeit nie heiraten, sondern ehelos ganz für Christus und ihren Glauben leben wollte. Mutig brachte sie in Zeiten, als die christliche Gemeinde verfolgt wurde, Nahrungsmittel in die Katakomben, wo sich Christinnen und Christen versteckt hielten. Und da es so dunkel war in diesen Katakomben und Lucia aber auch die Hände frei brauchte um die Lebensmittel zu halten und zu tragen, hatte sie die Idee, sich auf ihre Haare einen Kranz mit brennenden Kerzen zu setzen, die ihr den Weg ausleuchten sollten. So konnten die Christen schon von weitem das Kommen von Lucia sehen, und sie wurde für sie eine echte Lichtbringerin. Schließlich wurde sie doch als Christin verhaftet, und als es um Leben oder Tod ging, widerrief sie ihren Glauben nicht – allein dies hätte sie vor dem Tode bewahrt – , sondern war bereit für ihre Überzeugungen sogar zu sterben. Ihr Gedenktag ist heute – der 13. Dezember!
Lucia-Gebet: „Jesus, schenke mir gute Augen, die wie deine sehen! Jesus, schenke mir gute Ohren, die wie deine hören! Jesus, schenke mir gute Worte, die wie deine klingen! Jesus, schenke mir ein gutes Herz, das wie deines liebt! Jesus, schenke mir gute Hände, die wie deine helfen! Amen.“ – Viele Lichtblicke wünsche ich euch heute – und bleibt behütet!
P.S. Übrigens am Sonntag, 15.12., gibt es einen kleinen Lucia-Umzug in Klanxbüll!