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Veranstaltungs-Ticker

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14. Tag der Passionszeit, 18. März 2025

Am Ende der Aufwärmübungen zu Beginn unserer Chorprobe steht immer ein tiefer Seufzer. Ein lauter Ton aus dem Herzensgrunde, als würden wir nun erst einmal alles herauspusten und ablegen, was uns bis eben so umgetrieben und in Atem gehalten hat im Alltag und uns ganz auf die Musik konzentrieren. Und zugleich ist der Seufzer ein Aufbruchssignal: Ich bin bereit, jetzt geht es los! Ich stehe zur Verfügung, ich freue mich, ich lass Quälendes ab und hole tief Luft: Ich bin bereit! – 
Am Anfang des Gesprächs steht manches Mal auch ein Seufzer. Wenn ich zum Beerdigungsgespräch in der Wohnstube sitze, die Familie versammelt ist und ich irgendwie das Gespräch starten muss. Oft frage ich dann: Wie geht es euch gerade? – Die Frage klingt vielleicht etwas merkwürdig, wie soll es jemandem gehen, der einen Herzensmenschen gerade verloren hat. Und doch ist die Frage ein Gesprächsöffner: in alle Richtungen kann es jetzt gehen, der Schmerz, die Trauer, die vielen Dinge, die jetzt zu beachten sind, aber auch Dankbarkeit für die lange gemeinsame Zeit, der Bericht von manchem lieben Besuch, der getröstet hat – so vieles kann jetzt kommen. Und manchmal steht am Anfang ein Seufzer, der all das einfängt: Schmerz, das Noch-gar-nicht-Begreifen-Können, die Leere und zugleich der Dank, die Hoffnung, ihr, ihm geht es jetzt gut. All dem, wofür für keine Worte haben um es annähernd zu beschreiben, dient der Seufzer. Und wisst ihr was – es ist der Heilige Geist, der in uns seufzt. Der mit uns mitfühlt, Trauer, Dank, Leere, Hoffnung. Der dem Unaussprechlichen einen Ton gibt. Der alle unsere Gefühle vor Gott bringt. Der mit uns seufzt und darin zugleich eine Sehnsucht legt nach Heimat, nach Himmel, nach Gehaltensein, nach Zukunft.
„Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich’s gebührt, sondern der Geist selber tritt für uns ein mit unaussprechlichem Seufzen.“ Schreibt Paulus im Römerbrief 8,26. Es ist der Leitvers der zweiten Woche der Aktion: Luft holen! Sieben Wochen ohne Panik. – Morgen beginnt ja schon die dritte Woche. Aber Seufzer bleiben aktuell. Seufzer voll Fernweh und Hoffnung. Seufzer, die zugleich sagen: Gott, was mich quält, puste ich aus mir heraus. Ich schüttele mich und schaue nach vorne. Ich vertraue: Du stellst meine Füße auf weiten Raum! Amen! – Bleibt behütet! 
Foto: genug geseufzt – da ist jemand gerade ganz entspannt!

LOSUNG
DES TAGES

Losung für heute:

Der Tag des HERRN kommt und ist nahe.
Joel 2,1

Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr's nicht meint.
Matthäus 24,44

© Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine

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