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Veranstaltungs-Ticker

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18. Tag der Passionszeit, 22. März 2025

„Es brennt die Wut im Bauch wie Glut in den Knochen, hat schmerzhaft mein Gemüt verbrüht mit heißem Hass. Du sitzt im Knast und weißt, du hast nichts verbrochen, man nennt mich kriminell und viele glauben das. Hörst du mich, o Gott?“ – So singt Gino Emnes, der Darsteller von Martin Luther King im gleichnamigen Musical von Andreas Malessa und Hanjo Gäbler/Christoph Terbuyken, das letzte Woche Samstag von einem riesigen Chor aus vielen Sängerinnen und Sängern Schleswig-Holsteins und Hamburgs und wunderbaren Solistinnen und Solisten in Flensburg aufgeführt wurde. Unser Gospelchor war auch gut vertreten. Martin Luther King, im Gefängnis wegen seines Einsatzes für eine Gleichberechtigung von Schwarzen. Er redet mit Gott, ringt mit seinem Gott, den er in seinem Einsatz gegen Rassismus auf seiner Seite weiß, der ihn aber doch nicht vor Gefängnis, Hetze und Gefährdung seiner Familie bewahrt. „Hörst du mich, o Gott?“ – Wie viele könnten in diesen Ruf, in ähnliche Fragen, einstimmen! Nicht immer so schlagzeilenträchtig wie Martin Luther Kings Einsatz für eine fairere Gesellschaftsordnung. Aber das Gefühl: von Gott verlassen zu sein. Eigentlich doch sich für Ideen einzusetzen, die Jesus vorgelebt hat – und zugleich so viel einstecken zu müssen, gefährdet zu sein an Leib und Leben und vor allem: die liebsten Herzensmenschen in Gefahr zu bringen – und Gott scheint so weit weg! Kennt ihr das? Und daneben gibt es eben auch Enttäuschungen im Glauben, die uns schon mal rufen lassen: Hörst und siehst du mich überhaupt, Gott? Da setzt man sich ein für einen kranken Menschen und muss dann doch hilflos zuschauen, wie er stirbt. Da engagieren wir uns für eine gerechtere Politik – und dann werden doch die gewählt, die einen in unseren Augen rassistischen Kurs ohne jede Empathie für Menschen, die wirklich in Not sind, verfolgen. Da engagieren sich Menschen für ihren Glauben, für die Kirche, für lebendige Gottesdienste – und dann kommt doch nur eine so kleine Schar, und viele winken ab und wollen von Gott nichts wissen … „Hörst du mich, o Gott?“ – Jeremia, dem Profeten im ersten Teil der Bibel, erging es oft so. Und er hat viel gerungen und die Last seines Profetenamtes deutlich gespürt. Einer seiner Klagen ist morgen Predigttext. Und um Martin Luther King soll es dabei auch gehen. Und um dich und mich und Erfahrungen, wo wir einfach leer und ausgebrannt sind. Und um die Suche nach Antworten: Hörst du mich, o Gott? Morgen im Gottesdienst, 9.30 Uhr Horsbüll, Pastorat, 11.00 Uhr Emmelsbüll, Gemeindesaal im Pastorat. Kommt gerne vorbei 
und bleibt behütet! 
Foto: Gino Emnes als Darsteller von Martin Luther King letzte Woche in Flensburg – Foto: Stiftung Creative Kirche

LOSUNG
DES TAGES

Losung für heute:

Der Tag des HERRN kommt und ist nahe.
Joel 2,1

Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr's nicht meint.
Matthäus 24,44

© Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine

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