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Veranstaltungs-Ticker

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25. Tag der Passionszeit, 29. März 2025

So so. Der Bahnchef verdiente also mehr als 2 Millionen im vergangenen Jahr.
Mit Boni, versteht sich.
Hab ich in den Nachrichten gehört.
Die Pünktlichkeit der Bahn allerdings ließ 2024 sehr zu wünschen übrig, wieder mal.
So ganz erfolgreich war seine Arbeit nicht.
Sonst hätte er noch mehr verdient.
Bestimmt hat er aber viel geschafft, sind seine Freunde und seine Familie zu kurz gekommen, hat ihn die Lage der Bahn manche Nacht nicht gut schlafen lassen!
Kein leichter Job: Bahnchef.
Ich will gar keine Neiddebatte.
Ich will auch nicht seinen Job.
Ob er so viel lachen konnte an der Arbeit wie ich?
Ob ihm manchmal auch die Tränen kamen, weil ihn etwas zutiefst anrührte?
Ob sein Job ihm Freude machte und Erfüllung gab?
Ich weiß das nicht.
Ich kenne nur die eine Zahl: über zwei Millionen Euro Jahresverdienst.
Und ich kenne andere Zahlen.
Dass manchen ein Mindestlohn von 15,- zu viel erscheint.
Wer 15 Euro die Stunde verdient, müsste übrigens 133.333 Stunden im Jahr arbeiten, um 2 Millionen zu verdienen. Ach so, ein Jahr hat nur 8760 Stunden?
Und ich lese, in Deutschland wird durchschnittlich knapp 25,- die Stunde verdient. 
Das wären nur 80.000 Stunden, um auf 2 Millionen Euro im Jahr zu kommen.
Nur das Jahr reicht mit seinen 8760 Stunden auch dafür nicht.
Und Zeit zum Schlafen ist noch gar nicht eingerechnet!
Ich bin froh, dass Menschen besondere Verantwortung übernehmen in unserer Gesellschaft.
Dass manche beruflich auch Risiken eingehen.
Dass manche eine lange Ausbildung brauchen oder ein Studium, bis sie bereit sind für ihren Beruf.
Dann sollen sie auch mehr verdienen können als andere.
Und doch müssen wir noch mal genauer hinschauen:
Was jemand in der Pflege leistet – manchmal für unsere Herzensmenschen, die diese Pflege gerade brauchen!
Was es für eine lange Ausbildung ist, bis man Erzieherin ist oder Erzieher - und was man dann in diesem Beruf verdient.
Und dass die Müllmänner und Müllfrauen in unserem Dorf auch einen super Job machen - ohne sie sähe es bei uns so aus, wie ich mir gar nicht vorstellen möchte.
Und auch die, die im Zug an der Endstation schnell durchwischt und die Müllbehälter ausleert, macht einen super Job.
Ohne sie wäre Bahnfahren noch viel anstrengender!
Ich möchte nicht mit dem Bahnchef tauschen. Und im Fußball oder in der freien Wirtschaft kann man noch viel mehr verdienen.
Ich finde gar nicht, dass alle gleich viel verdienen müssen.
Aber wenn einer das 100fache von jemand anderem verdient, der auch rackert und schuftet, dann gibt das zu denken.
Ob die Relationen so stimmen. 
Ich finde: da stimmt so einiges nicht!
Im Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg, das Jesus erzählt, bekommt auch nicht jeder den gleichen Stundenlohn.
Nein, es ist noch heftiger: sie bekommen alle am Ende den gleichen Tageslohn, egal, wie viele Stunden sie gearbeitet haben.
Und der Tageslohn umfasst so viel, dass sie davon sich und die hungrige Familie daheim ernähren können.
Ob das fair ist? Es ist jedenfalls ganz schön gut! 
Finde ich!
Aber ich möchte nicht nur nicht der Bahnchef – ich möchte auch kein Arbeitsminister sein! 
Ich bin sehr gerne Pastor!
In dem Sinne: Bleibt behütet!

LOSUNG
DES TAGES

Losung für heute:

Der Tag des HERRN kommt und ist nahe.
Joel 2,1

Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr's nicht meint.
Matthäus 24,44

© Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine

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