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Veranstaltungs-Ticker

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Adventsimpuls am 22. Dezember 2025

Letzten Samstag starteten Helga von der Seebrise und ich so gegen 11.00 Uhr – mit dem Seebrise-Bus, vollbeladen mit Päckchen und Paketen. Unsere Mission war auch in diesem Jahr: Menschen mit Wichtelpaketen zu überraschen. Es war Helgas Idee mit dem umgekehrten Advent: an jedem Tag im Advent legt man eine Sache, die man im Haus entbehren kann, in einen Karton, damit der vor Weihnachten voll ist und an jemand verschenkt werden kann. Familien hier vor Ort, auch unsere diesjährigen Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihren Eltern, haben mitgemacht und solche Pakete an uns abgegeben: Geschenke für Menschen, die womöglich nicht so viel Besuch haben und nicht so viele Geschenke bekommen über Weihnachten oder die wir einfach so spontan gewählt überraschen wollten. Und wir fuhren los – ohne genaue Route und genaue Liste, wer etwas bekommen sollte, fingen in Klanxbüll an und fuhren durch die Straßen über Horsbüll nach Emmelsbüll und stiegen hier und da aus und überreichten ein Weihnachtspaket. Und erlebten viele nette Gespräche, lernten Menschen kennen, die erst kürzlich zugezogen waren, hörten von manchen, dass sie in der Familie Weihnachten feiern würden, und von anderen, dass sie Heilig Abend alleine sein würden  und dann dieses Paket auspacken werden. Andere packten gleich aus und freuten sich über Lebkuchen und Plätzchen, über Nudeln mit Soße und selbstgestrickte Socken, über Schokolade und Gebasteltes. Und wir waren selber neugierig und freuten uns mit!
Eine Frau zeigte uns eine Taschenlampe, die sie letztes Jahr im Wichtelpaket vorgefunden hatte – sie liegt bei ihr immer griffbereit in der Schublade. Eine Ehepaar war erst kürzlich zugezogen. Sie hatten das Fenster weit auf, weil sie gerade am Plätzchenbacken waren. Wir reichten ein Weihnachtspaket durchs Fenster. Er sah mich an und meinte, mit Kirche habe er nichts am Hut. Seine Frau und er seien mehrfach umgezogen, aber sie hätten nie einen Pastor kennengelernt, ich wäre nun der erste … Und ich dachte bei mir so beschämt: wenn das Fenster nicht aufgestanden hätte, wäre ich an diesem Haus wohl auch vorbeigegangen … Eine Familie, die wirklich viel Schweres erlebt hat und jeden Tag eine gewaltige Aufgabe bewältigen muss, wollte die nächsten Kirchentermine wissen. Und wirklich , sie kam: Gestern durfte ich sie dann begrüßen, alle vier, bei dem Weihnachtskonzert von Alike in der Horsbüller Kirche. Ja, auf unserer Wichteltour hörten Helga und ich Geschichten, Sorgen, Freuden – und ganz viel Staunen darüber, dass Menschen vor Ort einfach so für andere ein so schönes Paket packen und gar nicht wissen, wer es bekommt: es genügt ihnen einfach Freude zu verschenken!
Die Einweihung zum neuen Dorfplatz in Emmelsbüll hatte ich am Samstag dann verpasst  und bitte um Nachsicht (der Platz zur Kirche rüber ist wirklich sehr schön geworden!) – wir waren doch länger unterwegs als gedacht, es war längst dunkel, als wir von unserer Wichteltour zurückkehrten. Aber die Gespräche, die es gab, taten auch uns so gut!  Und es wären uns noch so viele Menschen eingefallen, bei denen wir auch hätten anhalten können, und womöglich wären uns dabei dann auch noch weitere Menschen spontan begegnet, die sich ebenso riesig gefreut hätten!  
Am Samstag, als wir mit den Wichtelpaketen unterwegs waren, habe ich begriffen, was Weihnachten heißt: Freude zu bringen. Einander zuzuhören und dem anderen zu zeigen: Du bist nicht allein. Und darauf zu vertrauen, dass der Heilige Geist unsere Wege führt und uns manchmal genau dorthin führt, wo jemand gar nicht mit rechnet und sich dann um so mehr freut! 
Danke für alle, die uns mit ihren Paketen dieses Wichteln ermöglicht haben! Und ihr alle könnt es ja jederzeit auch tun: Paket packen, einfach mal losgehen irgendwo klingeln und es abgeben, frohe Weihnachten wünschen – mehr ist es gar nicht. Aber ihr lasst vermutlich ganz viel Freude da! – Bleibt behütet!

LOSUNG
DES TAGES

Losung für heute:

Gott der HERR hat mir das Ohr geöffnet. Und ich bin nicht ungehorsam und weiche nicht zurück.
Jesaja 50,5

Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu.
Lukas 10,39

© Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine

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