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4. Tag in der Passionszeit, 17. Februar 2024

4. Tag in der Passionszeit, 17. Februar 2024 (Bild vergrößern)
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. 4. Tag auf Ostern hin - 17.2.

Glaubst du an den Teufel, fragt mich mein Gegenüber, und ich schaue etwas irritiert. So oft werde ich danach nicht gefragt. Ich glaube an Gott, in dem umfassenden Sinn, den das Wort "Glauben" in der Bibel hat, nicht, dass es ihn gibt, sondern: dass ich mich ihm anvertrauen kann mit allem , was ich habe. Das will ich beim Teufel nun wirklich nicht, Aber schon präzisiert mein Gegenüber: ich meine, dass es ihn gibt? - Gibt es den Teufel? Gibt es so was wie Hölle und Höllenfeuer, den großen Gegenspieler zu Gott, weil, wo das Gute ist, muss es doch auch das Gegenteil geben, das abgrundtief Böse? - Die Bibel erzählt sparsam vom Teufel. Da ist der Schlangerich als Versucher im Paradies: Sollte Gott gesagt haben, so spricht er Eva an. Da ist der Teufel, der mit Gott wettet im Buch Hiob. Und der den König David zur Volkszählung verleitet...Richtig markante Stellen mit dem Teufel sind im ersten Teil der Bibel rar. Im Neuen Testament sieht es etwas anders aus: da kommt der Teufel zwar auch nicht viel vor, aber die Lebensgeschichte Jesu, genauer: die seines öffentlichen Auftrittes ist vom Teufel gerahmt: nach der Taufe tritt er erstmals auf, in der Wüste um Jesus in Versuchung zu führen. Und dann verschwindet er. Als Jesus predigt, Wunder tut, in Galiläa wirkt, ist kein Teufel auf dem Plan. Erst kurz vor Beginn der Passionsgeschichte fährt der Teufel in Judas - und Jesus sagt zu Petrus, dass der Teufel ihn siebe wie Weizen. Aber Macht den Gang der Ereignisse zu stoppen hat der Teufel nicht. - Und dann ist da die Offenbarung, mit dem Tier aus dem Abgrund, mit der Macht des Bösen, die gegen das Gute kämpft, bis der Teufel am Ende für alle Zeit besiegt wird...Gibt es den Teufel?.Viel Erwähnung bekommt der Teufel in der Bibel nicht....-Glaube ich, dass es ihn gibt? Entschuldigt, darf ich kneifen? Ich weiß das eine: dass es Böses gibt, abgrundtiefes Böses in der Welt, und gewiss lauert es auch in mir. Der Teufel ist aber auch der, der in der Bibel mitunter ganz nett und freundlich daher kommt und einfach Fragen stellt, Dinge sagt - die Zweifel säen: Sollte Gott gesagt haben? Oder, wie in der Versuchungsgeschichte Jesu in der Wüste: Dinge sagt, die Jesus in Frage stellen: In der Bibel steht doch: Der Herr hat seinen Engeln befohlen dich auf Händen zu tragen -dann wirf dich von diesem Turm, Jesus. Oder: Wenn du Gottes Sohn bist, verwandle die Steine zu Brot, Jesus! Wäre doch schön, wenn das möglich ist, du könntest allen Hunger der Welt besiegen, und du bist es doch, Gottes Sohn - oder? - Hm. Ist Jesus Gottes Sohn, mein Heiland und Retter? Kann er das, was ich von ihm erwarte? Warum tut er eigentlich nichts gegen die Not in der Welt, lässt die Kriege zu? Wo ist er, wenn Unglücke geschehen? - Diese Fragen kenne ich? Gar nicht so leicht sich gegen sie zu wappnen. Ist es der Teufel, der in mir manchmal solche Fragen anstößt? -

Gibt es den Teufel? Was meint ihr? Jesus ruft uns, dass wir ihm folgen, ihn in Blick nehmen, ihm vertrauen, dem Weg, den er für uns und mit uns geht. Da ist kein Platz für den Teufel und soll auch keiner sein.

Gibt es den Teufel? Ich glaube an Jesus. Mehr muss ich nicht wissen. Nicht für heute! - Bleibt behütet!

Übrigens morgen ist die Versuchungsgeschichte Jesu in der Wüste Predigttext. Herzliche Einladung nach Horsbüll ins Pastorat um 9.30 Uhr und nach Neugalmsbüll in den Eckhof um 11.00 Uhr!

Foto: Steinwüste in Israel - in einer dieser Steinwüsten spielt die Geschichte von der Versuchung Jesu durch den Teufel

LOSUNG
DES TAGES

Losung für heute:

Ich will meinen Bund mit dir aufrichten, sodass du erfahren sollst, dass ich der HERR bin.
Hesekiel 16,62

So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen.
Römer 9,16

© Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine

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